Black Swan

Veröffentlicht auf von Lambkin

So, hier bin ich mal wieder.

Leider habe ich mich gerade 3 Stunden mit dem Inhalt des Filmes beschäftigt, aber OverBlog mag mich wohl heute nicht und hat die gesamte Arbeit gelöscht. Danke. Und ich werde das jetzt nicht noch einmal schreiben, daher könnt ihr hier gleich mein Kommentar zum Film finden.

Meines Erachtens nach ist dieser Film ein Meisterwerk. Natürlich könnte man am Anfang etwas einschlafen, aber das ändert sich bald. Der Film vereint eine wunderbare Geschichte mit den komplexen psychischen Problem einer jungen Balletttänzerin mit dem Stück "Schwanensee". Ich denke, der Regisseur bringt fabelhaft die inneren Probleme solcher Leute, die immer unter Druck stehen, perfekt zum Vorschein. Vielleicht auch auf skurrile Art und Weise. 

Die junge Nina ist schnell in eine Schublade zu stecken: Eine junge, schüchterne, naive, unschuldige, zerbrechliche graue Maus. Ihr einziger Lebensinhalt, und der ihrer Mutter, steckt in Ninas Ballettkarriere. Als ihre gewünschte Traumrolle ,der Odeth in Schwanensee, schon weit entfernt scheint, bekommt sie jedoch zugesagt. Doch damit beginnt das ganze Drama. Sie ist zu frigide, hat keine Leidenschaft, im Gegensatz zu ihrer Konkurrentin Lily. Die hat alles, was der schwarze Schwan verkörpert. Da Nina in allen Sachen des Balletts perfekt sein will, werden ihre Psychose nur noch größer. Ihre Psychosen? Sie ist magersüchtig und bullimiekrank, zerkratzt sich am ganzen Körper. Die Selbstzerstörung fängt wieder an und dazu kommen Halluzinationen. So meint sie immer wieder, dass Lily ihre dunkle Schwanseite ist. Träumt davon, dass beide Sex haben und sie sie zum Schluss umbringt. Dabei merkt sie nicht, dass die Vorstellungen von Lily in ihrem Kopf sie selbst ist, ihre dunkle Seite. Sie kann nicht mehr zwischen dem Druck jemand anderen zu spielen, und sich selber wahr zu behalten, unterscheiden. Immer wieder denkt sie, ihr anderes Ich wäre eine reale Person. Und so verändert sich Nina in eine gespaltene Persönlichkeit, deren dunkleren Seite zum Schluss hin alles einnimmt bis zum Tod. Im Schlusskampf hat die wieder die Vorstellung Lily zu töten, doch dabei tötet der dunkle Schwan den weißen Schwan. Und als der wieder in die Realität kommt, der schwarze Schwan in den Hintergrund rückt, merkt er, was passiert ist. Die hat sich selbst getötet. Sterben tut sie jedoch erst nach dem perfekten Auftritt des Stückes und hat alles erreicht. Ihre Konkurrentin ausgeschaltet, sich von ihrer Mutter gelöst (beide haben zusammen gewohnt. Ninas Zimmer gleicht dem eines Kindes. Rosa Blümchentapete, lauter Kuscheltiere), und ihre heimliche Liebe erobert. Doch hat sie sich währenddessen selbst verloren. 

Daher finde ich den Film so einzigartig. Kritikpunkte sind jedoch, dass diese geniale Idee nicht unbedingt immer mit dem Filmmaterial herüberkommt. Außerdem könnte man meinen, dass der Film auf genausten Hinweisen der Schmerzen, sowie auf Sex und eben auch auf der Psycho-Drama beruht. Verschiedene Wunden, seien es offene Beine, Zehen oder Fingerkuppen, sowieso genaustes Beobachten beim Abziehen der Haut, als auch das Brechen mehrer Körperteile wird genau gezeigt, der Betrachter hat keine Chance sich dessen zu entziehen. Eine Szene ganz am Ende finde ich doch sehr brilliant. Dort wachsen aus Ninas Kratzwunden am Rücken dunkle Feder heraus und ihre Beine brechen sich so krass, um Schwanbeine zu bekommen. Wenig später wachsen dann auch Hände und Füße zum Schwankörper. Beim Auftritt des schwarzen Schwanz verwandelt sie sich mit jeder Pirouette zu einem optischen Menschenschwan. Wirklich gut gemacht.  Zu dem anderen Punkt kann man sagen, dass der Film nicht für kleine Kinder geeignet ist. Man könnte schon fast meinen, es ist, übertrieben gesagt, ein halber Erotikstreifen.

Nichts des zu Trotz kann ich den Film jedem empfehlen, der hinter die Maskerade blickt und die wirkliche Genialität sieht. (;

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