Bücher und ihre Verfilmung. Heute: "Die Päpstin"

Veröffentlicht auf von Lambkin

So, unten könnt ihr noch einmal etwas Kurzes über mein Wochenende lesen und hier über das Thema: Bücher und ihre Verfilmungen mit dem heutigen Schwerpunkt auf "Die Päpstin". Ja, ich weiß, ich bin immer noch nicht mit dem Buch fertig, aber ich will es mir ganz lange aufheben, weil es einfach so schön ist. Aber da ich schon fast fertig bin, nur noch 100 Seiten, habe ich mir gedacht, kann ich mir ja mal den Film dazu anschauen. Ja, und auch wenn es so schlechte Bewertungen bekomme hat, macht mir das eigentlich nichts aus, weil ich keinen großen Wert auf die Meinung anderer gebe. "Da Vinci Code" ist auch sehr schlecht bewertet gewesen und ich liebe diesen Film. Doch hier kann ich es absolut verstehen. Die Synchronschauspieler von Johanna sind teilweise sehr, sehr künstlich. Man denkt auch, dass die Schauspieler nicht ihren Beruf beherrschen. Doch dabei ist eine große "Starbesetzung" aufgebracht und alleine schon das Johanna Wokalek mitspielt, ist eigentlich von großen Vorteil, da ich ihre Leistung sehr schätze. Doch in diesem Film kommt sie so nicht rüber und ihre Schauspielleistung, meiner Meinung nach, ist hier nicht als größte Glanzleistung zu bewerten. Der größte Geniestreich ist John Goodman. Er verkörpert durch seine lustige Art den Papst Sergius voll und ganz. Und auch sein Stimmungsumschlagen kann er perfekt. Und das ist einer der wenigen schönen Dinge in diesem Film. Er weiß, der Film ist richtig schlecht, aber er macht das beste daraus, und das fühlt man auch.

Naja, auf jeden Fall bin ich von diesem Film, bis jetzt, sowas von enttäuscht. Das Buch ist so emotional, leidenschaftlich und voller Ausdruck geschrieben, dass es dich sofort fesselt. Du fühlst mit der Protagonistin mit und kannst dir nur erträumen, solchen Mut, wie sie diesen gehabt hatte, zu haben. Ihr Leben ist ein reinster Kampf, naja, das ist jedes Leben. Man kämpft und kämpft und kämpft, doch diese Geschichte beweist uns, dass man auch etwas da durch erreichen kann. Jeden Falls bekommt man viel historischen Hintergrund mit und dabei zieht einen das Buch förmlich in den Bann.

Doch was ist im Film? Der Film übernimmt zwar sehr viele Buchzitate, die Gespräche sind teilweise komplett übernommen(wie kann man auch anders, das ist eine so gute Vorlage), aber es zeigt noch nicht mal den richtigen Leidensweg der Johanna. Es ist an zu vielen Stellen gekürzt und an zu vielen Sachen geändert, um es schneller zu gestalten. Doch ist es das wirklich wert? So großartige Bücher durch solche Filme zu krönen? Ich denke nicht. Wenn wir weiter so etwas zu erwarten haben dürfen, dann geht es bergab mit der Filmindustrie- Hatte der Regisseur keine Lust mehr? Aber ich denke, der Film hat einfach das Historische und die, für die Leute, wichtigsten Stichpunkte herausragen wollen. Doch kein Vergleich mit dem Buch, eine Schande.

Und hiermit möchte ich nur beweisen, dass man, wenn man ein Buch gelesen hat und sich dann die Verfilmung anschaut, meistens enttäuscht wird. Manchmal wird man jedoch überrascht, doch das kommt selten vor. Also warum? Man muss es kurz und spannend machen, aber doch nicht so, oder? Also denke ich, wenn man einen Film gut findet, sollte man vielleicht nicht das Buch dazu lesen, sonst ist man ein wenig zu sehr enttäuscht. Wenn ich reich bin, verfilme ich ein Buch komplett. Vielleicht mache ich auch ein Remake von "Die Päpstin", wer weiß. Denn dann kommt wenigstens wirklich heraus, was damals schreckliches passiert ist und nicht die verkürzte Kinderversion. Pha!

Also, ich kann euch nur ans Herz legen, das Buch einmal zu lesen.

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